Unser Motto: Global denken - lokal handeln

 

 

 

Schutzraum und Naherholung

Das Gebiet rund um unsere schöne Schwalm braucht besonderen Schutz.

Eine Gefahr für dieses Gebiet ist das Ende der Sümpfungen aus dem Braunkohle Tagebau. Bis die natürlichen Quellen der Schwalm wieder fließen können, vergehen Jahrzehnte. Genaueres können Sie hier nachlesen: Feuchtgebiet am Tropf vom BUND.

Nur langsam dringt in das Bewusstsein  welche Konsequenzen Eingriffe in die Natur haben. Es  braucht 300 Jahre um nur einen Zentimeter Mutterboden wieder aufzubauen, der in Sekunden abgetragen ist. 

Der Begriff Biodiversität, bezeichnet die Vielfalt und die Variabilität des Lebens in einem bestimmten Landschaftsraum.  In der Landschaft rund um die Schwalm und in dem Naturschutzgebiet der Schomm gibt es als FFH - Gebiet ausgewiesene  und weitere vom Landesumweltamt (Lanuv) als besonders schützenswerte Areale benannte Ökosysteme.  Sie als Biotopenverbundes  zu erhalten ist  eines unserer wichtigsten Anliegen.  Aufgabe eines Biotopenverbundes ist es  Artenvielfalt und Stabilität unserer heimischen Ökosysteme zu gewährleisten. Dies dient dem Klimaschutz, genauso wie der Gesundheit und dem Wohlbefinden des Menschen, sowie dem Erhalt unser Nahrungsgrundlagen und unserem lokalen Wasserhaushalt. 

 

Foto: Werner Lüders


Aktuell : Einladung zum Nachhören und Nachdenken

Jetzt ist die Zeit es sich gemütlich zu machen.

Wir laden Sie ein,  dabei einen Podcast anzuhören, der sich mit Hintergrundinformationen, Zusammenhänge und Kettenreaktionen befasst, die Sie vielleicht so nicht erwartet hätten. 

Der GEO-Wissenspodcast Kettenreaktion von Dirk Steffens 

(Wissenschaftsjournalist, Buchautor und Terra X Moderator)  .hält viele Informationen für Sie bereit über die sich nach dem Hören noch gut Nachdenken und auch Reden lässt.

Wir haben Ihnen einige  in unserer Mediathek zusammengestellt in denen  Hintergründe, Zusammenhänge und Lösungsideen  vom Sandabbau bis zur Biodervisität  beleuchtet werden.: 

 

Lehnen Sie sich zurück  lauschen Sie:    Kettenreaktion 

Bild: Pixabay for free

"Der Erde geht die Erde aus"    Dirk Steffens  


Unsere Geschichte

Die Interessengemeinschaft  Schwalmtal for Future hat sich gebildet aus dem seit vielen Jahren bestehenden Widerstand gegen die Erweiterung einer Kiesgrube in Lüttelforst.

Das Eintauchen in die Thematik Kies, das rasante Fortschreiten der Erkenntnisse rund um Klimaforschung und Klimakrise führte die IG immer weiter in die Zusammenhänge zwischen Bodenversiegelung, Flächenverlusten, Wasserbelastung und deren Bedeutung für Natur, Klima, Gesundheit und Leben.

In diesem Sinne engagieren wir uns für unser schönes Schwalmtal mit seinen wunderbaren Natur- und Landschaftsschutzgebieten.

Neben dem Einsatz für unseren Heimatort ist uns auch die Gesamtsituation von Natur-, Umwelt- und Klimaschutz wichtig. Jeder Einzelne, jedes Dorf,  jeder Kreis,  jedes Land,  jeder Kontinent ist in der Verantwortung, seinen Beitrag für den Erhalt einer lebenswerten Erde zu leisten, so dass auch unsere Kinder und Enkel noch deren bunte Vielfalt und Lebendigkeit erleben.

Wir möchten auf  Zusammenhänge hinweisen, global und lokal, sowie mit unseren Aktionen aktiv auf Missstände und Fehlplanungen in unserer Region aufmerksam machen und Änderungen im Sinne des Klimaschutzes herbeiführen. Klima beginnt vor der Haustüre.

Weiterlesen unter:  Kies im Kreis Viersen

 

 

"Wenn viele kleine Leute viele kleine Dinge tun, verändern sie das Angesicht der Welt." (Sprichwort)

 


Klima- und artenschutz

Diese beiden gehören zusammen, wie die zwei Seiten einer Medaille.

Keines kann ohne das andere gelingen. 

Die Artenvielfalt ist eine grundlegende Voraussetzung für  die Anpassung an die Folgen der Klimaveränderungen.  Nur gesunde Ökosysteme speichern enorme Menge an Treibhausgasen. Sie gewähren, dass  sauberes Wasser und  Luft allen Menschen zur Verfügung stehen. Die Artenvielfalt ist es, die dafür sorgt, dass über Jahrzehnte und Jahrhunderte gespeichertes CO2 im Boden verbleibt und nicht freigesetzt wird. 

Ohne Artenschutz ist Klimaschutz nicht zu denken. 

Dazu ein Statement von Harald Lesch (Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist):

Artensterben 

 

  Bild: Pixa free                                                                                         

 

Zum Thema Artenschutz und Klimaschutz hier weiterlesen:

 Artenschutz in Schwalmtal

  Kies und Klima


 Foto: Werner Lüders

 

Bodenschutz:

Zwischen Waldniel und Lüttelforst liegt die Schomm als Landschaftsschutzgebiet mit ihren Wäldern und Feldern. Viele Tierarten sind hier zu Hause, und Erholungssuchende finden am Wochenende  ihre Auszeit in der Natur. 

Über die Wichtigkeit von Wäldern wird schon viel gesprochen, doch was wissen wir vom Ackerland?

10 ha gesunder Ackerboden speichern ca. 400 Tonnen CO2 mit Hilfe der Milliarden an Mikroorgansimen, die in ihm leben. Zusätzlich entnehmen die darauf angebauten Pflanzen der Luft alljährlich weiteres CO2. 

Ein Zuckerrübenfeld von 10 ha entnimmt alljährlich der Luft ca. 500 Tonnen CO2 . 

Mutterboden ist die geologische Schicht, die am effektivsten neben CO2 auch Wasser speichert.

Der Boden ernährt uns und ist der CO2-Speicher Nr. 1.

Weiter lesen

 

 

 Foto: Werner Lüders

 

Wasserschutz

Unsere Schwalm, der Kranenbach und die Seen geben unserem Ort ein Landschaftsbild, welches ihn zu einem wunderschönen Naherholungsgebiet macht.

Natur vor der Haustür, davon träumen viele.

Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass diese Optik eine Wassermenge vortäuscht, die im Grundwasser leider weiter rückläufig ist. 

 

Flächenversiegelung sorgt für das Abfließen des Wassers statt des natürlichen Versickerns.

Nicht nur, dass wasserspeichernder Boden weggeschwemmt wird, dieses Wasser landet auch noch irgendwo und irgendwann im Meer und  dient nicht mehr der Grundwasser-Neubildung.  Abgrabungen nehmen weitere  Speicherkapazitäten des Mutterbodens weg und berauben die Natur der natürlichen Filteranlage, die unser Grundwasser schützt. 

Ein aktueller Artikel der RP zeigt die Brisanz des Wasserthemas in unserer Region, die durch Abgrabungen weiter verschärft wird:

 

 

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   Foto: Jason Crisp

 

 

Wohnraum/Arbeitsplätze sicher

Geht das auch ohne Kies?

Brauchen wir wirklich Kies, um Häuser zu bauen?

Es gibt inzwischen einige Alternativen, in anderen Ländern schon längst verwendet, Dort schauen wir auf langjährige Erfahrungen bei Haltbarkeit  und Lebensdauer. Durch die Nutzung von Recyclingmaterial entstehen viele neue Arbeitsplätze mit langfristigen Perspektiven. Innovation und Kreislaufwirtschaft schaffen die Arbeitsplätze der Zukunft. 

Bauen

 

Durch den Abbau von Rohstoffen im Tagebau kamen 2019 täglich 7,7 ha unter den Bagger. (Quelle: Umweltbundesamt)

Das geht mit unwiederbringlicher Zerstörung von Böden, Landschaft und Natur einher und lässt sich auch mit Renaturierung und Baggerseen nicht schönreden. Kies ist ein knapp werdender Rohstoff. Wir verbrauchen um ein Vielfaches mehr, als die Natur nachbilden kann. 

Kies ist eine endliche Ressource!

Das bedeutet dass wir damit sorgfältig und sehr bedacht umgehen müssen. Es gilt, die Alternativen zu nutzen, wo es auch immer möglich ist, um Natur, Klima, unseren Lebensraum und  die Zukunft der Kinder zu sichern. 

Wir brauchen einen Perspektivwechsel und die Offenheit, neu zu denken. 

 

 "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind." 

(A. Einstein)

 

 


Foto Pixabay for free
Foto Pixabay for free

"Nur wenn wir den Kampf gegen den Klimawandel entschieden aufnehmen, werden wir Extremwetterlagen, wie wir sie jetzt erleben, in Grenzen halten können."

Frank Walter Steinmeier, Bundespräsident

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